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Old English Bulldog als Listenhund / Kampfhund - Olde English Bulldogge als Hund bestimmter Rasse

Old English Bulldogs gelten nach wie vor nicht als Listenhunde. Auch in NRW steht die Olde English Bulldogge oder auch Old English Bulldog OEB nicht auf dem Rasselisten als Listenhunde. Das Landeshundegesetz LHundG NRW würde auch bzgl. der Old English Bulldog nicht verändert.
Allerdings gelten seit Mitte 2017 neue Verwaltungsvorschriften, nach denen das Landeshundegesetz für die Einstufung des Old English Bulldogs als Listenhund, ausgelegt werden soll.Gemäß den neuen Verwaltungsvorschriften der Behörden sollen ab sofort alle Hunde der Rasse Old English Bulldog ohne Phänotypisierung als American Bulldog Mixe und damit als Besondere Hunde gemäß §10 LHundG eingestuft werden.

So hat sich Situation für die Hundehalter von Old English Bulldoggen und allen alternativen Bulldograssen, egal unter welchem Namen diese gezüchtet werden, insbesondere in Nordrhein-Westfalen seit August 2017 zugespitzt.

Schon in der Vergangenheit gab es immer wieder Bestrebungen Hunde der Rasse Old English Bulldog (Olde English Bulldogge ) als Pitbull-Mischling einzustufen.
Begründet wurde dies, weil Züchter von Old English Bulldoggen in den USA in dem Bestreben, aus den Englischen Bulldoggen wieder gesunde Hunde zu züchten, ein Rückzüchtungsprogramm aufgelegt wurde.

Aktuell wird nun bei den Behörden bei der Frage ob ein Old English Bulldog als ein gefährlicher Hund, bzw als ein Listenhund einzustufen ist auf eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts Köln zurückgegriffen.

In dieser Entscheidung hat das Verwaltungsgericht Köln im Urteil vom 30.03.2017 (Az.: 20 K 5754/16) ausgeführt, dass – da es sich bei einer Old English Bulldogge nun um eine Rückzüchtung handele:

  • aus Englischer Bulldogge (50%) sowie
  • jeweils 1/6 aus Bullmastiff,
  • American Bulldog und
  • Pitbull Terrier
auf jeden Fall zu 1/3 Hunde bestimmter Rassen die als Listenhunde per Landeshundeshundegesetz als gefährlich und aggressiv aufgrund Ihrer Rasse eingestuft sind,

eingekreuzt seien.

Old english Bulldog Anwalt Ackenheil
So dass es bei Hunde der Rasse Old English Bulldogs für die Einstufung als Hund gemäß §10 LHG NRW nicht auf den individuellen Phänotyp und auch nicht auf die Rassezugehörigkeit eines Hundes, sondern auf den rein biologischen Kreuzungsbegriff unabhängig vom Verwandschaftsgrad ankäme.

Die Old English Bulldogge:

Old English Bulldog als Listenhund Anwalt Ackenheil


Old English Bulldog keine vom FCI anerkannte Hunderasse
Solange daher der Old English Bulldog nicht als eigenständige Rasse in Deutschland anerkannt wird, fallen Hunde der Rasse Old English Bulldogge entweder unter
§ 10 LHundG NRW oder aber,
bei deutlichem Hervortreten des Phänotyps (Äußerem Erscheinungsbild des Hundes, als Pitbull-Mischling unter § 3 Abs. 2 LHundG NRW.

Aufgrund dessen können Behörden die Old English Bulldog als Hunde bestimmter Rasse einstufen.
Nach § 10 Abs. 1 Satz 1 LHundG NRW zählen zu den Hunden bestimmter Rasse solche der Rassen Alano, American Bulldog, Bulmastiff, Mastiff, Mastino Espanol, Mastino Napoletano, Fila Brasileiro, Dogo Argentino, Rottweiler und Tosa Inu sowie deren Kreuzungen untereinander sowie mit anderen Hunden.( VG Köln Az.:20K 5754/16 )

Diesem Verfahren entsprechend sollen ab sofort alle Hunde der Rasse Old English Bulldogs auch ohne die bisher praktizierte Phänotypisierung ( z.b. Genanalyse )automatisch als Hunde bestimmter Rasse gemäß §10 LHundG eingestuft werden.

Auszug Verwaltungsgericht Köln Urteil Az.: 20 K 5754/16:

…Ob bei der Anwendung dieses weiten Kreuzungsbegriffs unter Verhältnismäßigkeitsgesichtspunkten Einschränkungen geboten sein können – etwa bei Nachfahren in der vierten oder fünften Generation ohne jegliche phänotypische Merkmale einer der genannten Rassen – ist einer abstrakten Klärung nicht zugänglich, sondern gegebenenfalls eine Frage des konkreten, hier jedenfalls nicht in Betracht kommenden, Einzelfalls.
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Nach den vorgenannten Kriterien handelt es sich bei dem Hund der Klägerin um eine Kreuzung im Sinne des § 10 Abs. 1 LHundG NRW. Dies ergibt sich schon daraus, dass es sich bei Hunden unter der Bezeichnung Old English Bulldog um eine Rückzüchtung aus English Bulldog (50%) sowie jeweils 1/6 aus Bullmastiff, American Bulldog und Pittbull-Terrier handelt. Es sind demnach auf jeden Fall zu wenigstens 1/3 Hunde bestimmter Rassen eingekreuzt. Solange demnach der Old English Bulldog nicht als eigenständige Rasse in der Bundesrepublik anerkannt ist, was gegenwärtig nach der  zuvorderst maßgeblichen Einschätzung des nationalen Zuchtverbandes, hier des Verbandes für das Deutsche Hundewesen e. V. (VDH), nicht der Fall ist, fällt ein Hund dieser Kategorie entweder unter die Regelung des § 10 LHundG NRW oder – bei deutlichem Hervortreten des Phänotyps des Pittbull Terriers – unter die Regelung des § 3 Abs. 2 LHundG NRW…


Eine Old English Bulldogge wird in diesem Sinne von den Behörden als American Bulldog Mix angesehen. Ein Ordnungsamt auch aufgrund des äußerem Erscheinungsbildes des Hundes eine Einstufung gemäß §3 LHundG vornehmen, wenn der jeweilige Sachbearbeiter in den zu beurteilenden und einzustufenden Hund einen Pitbull Mix meint zu erkennen.

Jedoch völlig verkannt wird indes, dass es zum Verfahren und der Vorgehensweise der Einstufung eines Hundes als einen gefährlichen Hund weitere anders lautende Urteile aus der Vergangenheit gibt, die eine solche Willkür in dem Verfahren keinen Raum geben. Zudem ist das Urteil des Landesverwaltungsgericht Köln noch nicht rechtskräftig.

Was kann ich als Halter eines Old English Bulldogs machen wenn meine Bulldogge als ein gefährlicher Hunde von der Behörde eingestuft wurde?

Hundehaltern einer Old English Bulldogge , die einen Bescheid von der Behörde erhalten haben indem ihre Old english Bulldogge oder alternativ Bulldograsse als ein gefährlicher Hund eingestuft wurde kann man nur dringend anraten, gegen diese Bescheide in Widerspruch einzulegen und notfalls dagegen zu klagen.

Welche Auflagen kommen Haltern von Old English Bulldoggen zu wenn die Bulldogge als ein Hund besonderer Rasse von der Behörde eingestuft wurde?

Will man einen Hund, der als gefährlich oder als Listenhund von er Behörde eingestuft wurde, halten muss man als Halter besondere Voraussetzungen erfüllen. Die Behörde kann u.a. verlangen:

  • Leinenzwang
  • Maulkorbpflicht
  • Sachkundenachweis
  • Besondere Haftpflichtversicherung
  • besondere Sicherungen ( Zaun, Hundeschild…)

Jedes Bundesland besitzt sein eigenes Landeshundegesetz, Hundegesetz, Hundeverordnung mit eigenen Regelungen und Bestimmungen zum Halten und Führen von Hunden.
Eine Auflistung der einzelnen Regelungen finden Sie hier
Landeshundegesetz / Hundegesetz in Deutschland

Tierrecht, Anwalt für gefährliche Hunde | Kampfhunde | Listenhunde | Köln | Duisburg | Düsseldorf | bundesweit

Sie sind Halter der Hunderasse Old English Bulldog, Bullmastiff, Bullterrier, Bordeaux Dogge, Pitbull Terrier, Englischer Bulldogge? Sie möchten sich einen Old English Bulldog, eine Old English Bulldogge oder einen Hund der Alternative Bulldograssen anschaffen?
Die Behörde verlangt weitere Auflagen zur Hundehaltung wie eine Hundehaltererlaubnis?

Ihre Bulldogge wird ohne Grund als gefährlicher Hund eingestuft? Es drohen weitere Auflagen zur Hundehaltung einer Old english Bulldogge wie Sachkunde, Maulkorbzwang, Leinenzwang wenn nicht sogar die Beschlagnahmung des Hundes?

Nur wer seine Rechte kennt kann sich dagegen wehren. Nehmen Sie unverbindlich Kontakt zu uns auf.
Wir sind für SIE und Ihren HUND - bundesweit tätig - Profitieren Sie von unserer langjährigen Erfahrung…

Spezialisierung und fachübergreifende Erfahrung = kompetenter umfassender Rechtsrat für SIE!

Telefon: 06136/762833
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Andreas Ackenheil

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