§ 11 Abs. 1 Satz 1 Nr.8f TSchG - Sachkundegespräch Fragenkatalog | Hundehundetrainer

Wer benötigt eine Erlaubnis nach § 11 Tierschutzgesetz?
Eine Erlaubnis nach dem § 11 TierSchG benötigt jeder, der gewerbsmäßig für Dritte Hunde ausbildet ( Genehmigung für Hundeschulen, Hundeausbilder und Hundetrainern) oder die Ausbildung der Hunde durch den Tierhalter anleitet gemäß nach § 11 Abs. 1 Nr. 8 f Tierschutzgesetz (TierSchG). Diese Erlaubnispflicht gilt auch für verhaltenstherapeutische Tätigkeiten wie z.b. bei Hundepychologen und Verhaltenstrainer es der Fall ist. Gewerbsmäßig Tätigkeit z.b. eines Hundetrainers bedeutet hierbei, dass die Tätigkeit selbstständig, planmäßig, fortgesetzt und mit der Absicht der Gewinnerzielung ausgeübt wird. Gemäß § 11 Abs. 2 Nr. 1 TierSchG a. F. obliegt es demjenigen, der eine Erlaubnis zur Tätigkeitsausübung z.b. als gewerblicher Hundetrainer beantragt oder auch eine Erlaubnis zum Führen einer Hundeschule beantragt, seine Fachkunde hinreichend nachzuweisen.

Erforderliche Sachkunde für eine Erlaubnis nach § 11 Abs. 1 Satz 1 Nr. 8 f TierSchG
 
1.Hundetrainer fachliche Kenntnisse über die Biologie des Hundes

• Anatomie des Hundes
• motorische, sensorische und kognitive Fähigkeiten
• Fortpflanzung (Verhalten Rüden/Hündin, Zyklus, Trächtigkeit, Geburt)
• Individualentwicklung (Ontogenese)
• Verhaltensbiologie
• Soziale Organisation (Rangordnung, Sozialverhalten)
• Ausdrucksverhalten (Kommunikation mit Artgenossen und Menschen)
• Spielverhalten
• Aggressionsverhalten
• Jagdverhalten
• Domestikation (domestikationsbedingte Veränderungen)
• Rassekunde (Eignungen und rassespezifisches Verhalten)
 

2.Hundetrainer fachliche Kenntnisse über die Aufzucht, Haltung, Fütterung und allgemeine Hygiene Hundehaltung / Hundezucht

• Grundlagen der Hygiene
• Grundlagen der Zucht, Haltung, Ernährung und Pflege des Hundes
• Erkennen von Abweichungen (anatomisch, physiologisch)
• Welpenentwicklung (Sozialisation und Habituation)
 

3.Hundetrainer fachliche Kenntnisse über häufige Erkrankungen des Hundes, medizinische Prophylaxe/Versorgung

• Verletzungen, Erste Hilfe, Notfallmaßnahmen
• wichtige Infektionskrankheiten, wie z.B. Staupe, Parvovirose, Tollwut, Zwingerhusten
• Impfungen und Gesundheitsprophylaxe
• Endo- und Ektoparasitosen
• häufige Erkrankungen (Bewegungsapparat, Stoffwechselerkrankungen, altersbedingte Einschränkungen etc.)
 

4.Hundetrainer fachliche Kenntnisse über einschlägige tierschutzrechtliche und sonstige Bestimmungen

• Tierschutzgesetz / Tierschutz-Hundeverordnung
• Sonstige Hunde betreffende Rechtsbereiche (z.B. StVO, BGB (Haftpflicht), bundes- und landesrechtliche Regelungen zu gefährlichen Hunden)
 

5.Hundetrainer fachliche Kenntnisse Nachweis über Ausbildung, Training

• Lernverhalten (Lernformen, klassische Konditionierung, operante/instrumentelle Konditionierung, formales, soziales Lernen)
• Kommunikation ( Ausdrucksverhalten des Hundes, andere Kommunikationsformen des Hundes, Hund-Mensch-Kommunikation, Mensch-Hund Kommunikation)
• tierschutzgerechte und tierschutzwidrige Erziehungsmethoden
• altersspezifische Ausbildung (v.a. Welpen)
• angemessene Beschäftigung und Auslastung von Hunden (rassespezifisch,altersgemäß)
• Trainingsgestaltung (Ablauf, Aufbau etc.)
• Angst- und Aggressionsverhalten sowie Angst- und Aggressionsvermeidung im Alltag / in der Hundeausbildung, Ursachen, Entstehung und Korrektur von Meide - und Abwehrverhalten
• Stress bei Hunden (Physiologie des Stressgeschehens, Stressvermeidung und Stressmanagement, Auswirkungen von Stress im Alltag und in der Hundeausbildung)
• Erkennen und Korrigieren unerwünschten Verhaltens, Verhaltensstörungen (z.B. Bellen, Zerstören, Trennungsangst, stereotypes Verhalten)
• Hundesport (Sparten, Trainingsvoraussetzungen)
 

6.Hundetrainer fachliche Kenntnisse durch Nachweis über ausreichende Fähigkeiten im Umgang mit Hund und Hundehalter
 
• Kommunikation zwischen Trainer und Hundehalter (Didaktik, Vermittlung von Lerninhalten und Aufbau von Trainingsaufgaben)

Der vorliegende Fragenkatalog erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit.Er soll einen Überblick über das Antragsverfahren nach § 11 Tierschutzgesetz für Hundeschulen und Hundetrainer geben. Änderungen können nicht ausgeschlossen werden.

Sie haben Probleme bei der Beantragung der Erlaubnis für Hundetrainer § 11 Abs. 1 Nr. 8f TSchG? Sie können als Hundetrainer Nachweise über ihre Sachkunde erbringen? Die Behörde erkennt diese Weiterbildungen oder auch ihre langjährige Tätigkeit als Hundetrainer nicht an und lädt sie zur Prüfung und einen Fachgespräch? Sie möchten eine Hundeschule betreiben? Die Behörde droht Ihnen als Hundetrainer mit der Untersagung Ihrer Tätigkeit als Hundetrainer und der Androhung von Zwangsgeld?

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Als spezialisierter Anwalt für § 11 TierSchG , insbesondere im Zusammenhang mit dem Erlaubnisverfahren für Hundetrainer § 11 Abs. 1 Nr. 8f TSchG vertritt und berät Rechtsanwalt Ackenheil Hundetrainer, Hundeschulen und Berufsgruppen rund um den Hund bundesweit.

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